Mifrarob

Die Brüder und bessere Hälften

Alles für alle, und zwar umsonst

| 1 Kommentar

Ein wichtiger Ausgleich des Stadtmenschen ist die Natur. Manch einen zieht es ins Umland, ein anderer besitzt einen kleinen Schrebergarten und einige zieht es in die kleinen „grünen Oasen“ in Berlin.

Der Britzer Garten wurde für die Bundesgartenschau1985 angelegt, um der damals vom Umland abgeschnittenen Bevölkerung im Südosten West-Berlins einen neuen Landschaftspark zu bieten. Mittlerweile zieht es auch BürgerInnen aus ganz Berlin dorthin, um zu entspannen und die Sonne zu genießen.

Schon bei der Parkplatzsuche lässt sich erahnen, dass der Besuch des Britzer Gartens eine luxuriöse Angelegenheit werden könnte. Erstaunlicherweise findet sich bei den angelegten Parkplätzen kein Parkgebührschalter, aber immerhin ein Kassenhäuschen am umzäunten(!) Parkeingang.

3€ pro Person, für die der Stadtmensch auch mal bunte Blumen sieht und den Duft der Natur spüren darf. Der Andrang innerhalb der Parkanlage gleicht einem Sommerschlussverkauf, was dem städtischen Menschen bekannt sein dürfte. Rentner, Eltern mit Kinderwagen überwiegen das Gesamtbild und für 1,60€ kann ein Kaffee im Plastikbecher erworben werden.

Schilder weisen immer wieder auf Verbote und unerwünschte Begehungen der „freien Natur“ hin. Kuchen und Eis können an einigen Cafés mit Tischen und Stühlen für gutes Geld erworben werden.

Aber die Lunge und das Gemüt konnte wieder mit sauber- angelegter Luft regeneriert werden und der Städter genoss ein Naturbild wie aus dem Bilderbuch. 

Als ich die Umzäunung durchquerte und mich der graue Asphalt wieder hatte, kam mir folgendes Zitat in den Sinn: 

„Das der Kapitalismus jetzt so verherrlicht und unsere Bevölkerung ausgesogen wird – das ist nicht unsere Welt.“

Ein Kommentar

  1. Sehr schöner Beitrag

Hinterlasse eine Antwort

Pflichtfelder sind mit * markiert.

*