Vor einiger Zeit schrieb ich diesen Text (im Anhang) für die Schülerzeitung meines Kollegs. Bei vielen Fragen und Recherchen zu diversen Spielen, machte ich mich lustig über Spieler, die fast schon fanatisch über „ihr“ Spiel sprachen. Gerade „World of Warcraft (WoW)“ nahm einen sehr belustigenden Part ein.
Vor zwei Wochen sah ich im Fernsehen die Werbung für das Spiel und das Angebot eines Testaccounts. Kein anderer als Mr. T, der nicht zu altern scheint und genau wie in den 80ern aussieht, warb für das Spiel.
Etwa 5 Stunden Downloadzeit und 10 Tage frei Testen…
Der heutige Stand: Ich habe das Original, kostenpflichtiger Account und nutze fast jede freie Zeit für WoW.
Phantasiewelten oder reale Zeitverschwendung
Computerspiele zwischen Sinn und Unsinn
Von G.L.
Ein Computerspiel ist ein interaktives Medium; ein Programm auf einem Computer, das einem oder mehreren Benutzern ermöglicht, ein durch implementierte Regeln beschriebenes Spiel zu spielen. Computerspiele prägen in der heutigen Zeit viele Menschen und wurden zum kulturellen Medium in der modernen Gesellschaft und den Massenmedien. Gerade bei Jugendlichen nahm das Phänomen einen immer größeren Einfluss auf die Freizeitgestaltung. Doch auch bei den Erwachsenden drag das Computerspiel immer mehr in die Alltagskultur vor, sowie auch der PC zum normalen Haushaltsgegenstand wurde.Studien zur Folge bewegt sich das meist männliche Spielerklientel zwischen 18 und 23 Jahren, aber auch Kinder werden schon im Vorschulalter mit Video- Computerspielen konfrontiert.
Die Bedeutung und Akzeptanz der Spielkultur ist in den einzelnen Industriestaaten sehr unterschiedlich, wobei der wirtschaftliche Faktor eine große Rolle spielt. In Deutschland gibt es viele ablehnende Haltungen gegenüber den Computerspielen, resultierend aus der Debatte um ein Verbot gewaltverherrlichende Spiele. Doch welchen Einfluss nimmt der Inhalt auf den Spieler ein? Der technische Fortschritt, die Entwicklung und die immer realistisch werdende Gestaltung nehmen Spieler immer mehr ein, wobei auch gerade der zeitliche Aspekt eine große Rolle spielt.Ein Schüler des Berlin – Kolleg gab an, dass es sich für bestimmte Spiele gar nicht lohne, sich unter 3 Stunden mit diesen zu beschäftigen.
Eine Studie der Berliner Charité zeigte, dass etwa jeder zehnte Computerspieler Abhängigkeitskriterien erfülle, wie diese beispielsweise bei Alkoholabhängigen vorkommen. Bei übertriebenem Konsum können neben Schlafstörungen, Konzentrationsschwächen auch Nervenerkrankungen und Halluzinationen auftreten. Inwieweit die Spielkultur für den Benutzer prägend ist, lässt sich schwer beurteilen. Für Einige stellt sich das Spiel als Freizeitbeschäftigung dar, um dem Alltag ein wenig zu entfliehen, für Andere zählt ein gewisser sportlicher, wettkämpferischer Charakter und wieder Andere versinken fast manisch in eine von ihnen erschaffende Welt. Letzteres kann gerade bei Jugendlichen zu langfristigen psychischen und sozialen Schäden führen, wenn das Spiel den Tages- und Nachtablauf bestimmt und Unterschiede zwischen Phantasie und Realität völlig verschwimmen. Großer Beliebtheit erfreut sich das Spiel „World of Warcraft (WoW)“, ein Massen- Multimedia – Online – Rollenspiel, das zehntausende Spieler gleichzeitig zusammen über das Internet spielen. Die Handlung ist typisch für Rollenspiele, es sind Karten zu erkunden, Erfahrungspunkte zu sammeln, so genannte „Quests“ (Aufgaben/Missionen) zu lösen und dem Gegner durch strategische Raffinesse und ausgebügelte Kriegsmaschinerie zu bekämpfen. Unterschiedliche Charaktere werden von den Spielern ausgebildet und entwickeln sich stetig weiter. Mitspieler bilden Clans, die auf Fanpages und diversen Foren Tipps und Erfahrungen austauschen. Ein befragter Kollegiat gab an: „Das Spiel ist sehr einnehmend, es braucht seine Zeit. Für eine Instanz braucht der Spieler manchmal bis zu 5 Stunden. Ich probiere in der Woche täglich online zu sein, um mich wenigstens eine Stunde mit dem Spiel zu beschäftigen. An den Wochenenden nehme ich mir dann schon mal einen kompletten Tag oder die Nacht dafür Zeit. Es kommt dann schon mal vor, dass es bis zu 10 Stunden am Stück sind.“ Bei Dauerspielern entstehen über die Zeit richtige Online – Freundschaften, bei denen ein kommunikativer Austausch nur über Sprechräume und Foren abläuft. Über Empfindungen und as Warum des Spielens äußerte sich die befragte Person folgend: „Für mich stellt sich das Spiel als kostengünstige Unterhaltung dar, ich habe wenig Geld und das Spielen macht mir einfach Spaß. Ich versinke in das Spiel, nehme den Charakter an. Bin aber ansprechbar und aufnahmefähig.“ Der Anreiz, sich noch weiter zu verbessern, von seinen Mitstreitern bewundert und von seinen Gegnern gefürchtet zu werden, kann gerade bei Jugendlichen einen hohen Suchtfaktor haben, wie ein Kollegiat bestätigt: „World of Warcraft hat einen enormen Suchtfaktor. Es kann sozial isolieren. Ich habe von Personen gehört, die Ihre Arbeit verloren, ihre Leistungen nicht mehr erbrachten und es gibt sogar Psychologen, die Abhängige unterstützen.“ Doch führt das Computerspielen gleich zur Sucht, Isolation und Verdummung?Die Freundin des Autors, eine aufgeklärte Bildungsbürgerin, verzweifelt oft an ihrem Liebsten, der seine Samstag Abende lieber als Fußballmanager oder Handelsmann verbringt, als sich mit ihr in den Sphären der Berliner Theaterwelt zu begeben. Sie hat sich an verschiedenen Strategien der Bekämpfung des Spielens erprobt, von der strikten Kontrolle, über pädagogische Auseinandersetzung bis hin zur ironischen Konfrontation. Als sprachlich- intellektuelle Verarmung, Ideologie- und Kontrollapparat einer globalisierten Warenwelt und letztlich Verschwendung von Zeit- und Lebensressourcen bezeichnet sie das Spielen.
Wie Recht sie hat. Doch was wäre ein Leben ohne Spaß, Entspannung und Berieselung.
4. Januar 2008 um 19:46 Uhr
“Der heutige Stand: Ich habe das Original, kostenpflichtiger Account und nutze fast jede freie Zeit für WoW.”
Das gibt sich wieder
So in 2 bis 3 Jahren. So lange dauerte es bei Fiete. Nu spielt sie Herr der Ringe
4. Januar 2008 um 21:20 Uhr
Ihr seid alle koooomisch…….
4. Januar 2008 um 22:24 Uhr
eben schmidtsdorffs und friends
5. Januar 2008 um 12:18 Uhr
Wer selbst mal gucken will, wie anfällig er gegen die gefährliche Krankheit MMPORG ist, dem empfehle ich Planeshift ein Open- Souce Projekt. Die Grafik haut nicht ganz so rein, Englisch ist Pflichtsprache aber wenn man erstmal in einer der deutschen Gilden ist (bekommt man schnell im deutschen Forum raus wie die aktuell heißen) kann das ganz schön ansüchteln.
Ach so, Planeshift ist komplett Kostenlos allerdings eine tech- demo- beta. Also erwartet nicht zu viel Stabilität